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Interessante Ziele in Noord-Holland und Utrecht: Utrechtse Heuvelrug

Der Nationaal Park Utrechtse Heuvelrug ist ein Nationalpark in der Provinz Utrecht, er erstreckt sich südwestlich von Utrecht zwischen Leusden und Rhenen.

Den Nationaal Park Utrechtse Heuvelrug gibt es seit 2003, er wurde 2013 erheblich ausgeweitet Einen Großteil bildet dabei der namensgebende Hügelrücken Utrechtse Heuvelrug

Geologie, Lage

Wie erwähnt ist der Heuvelrug nicht nur dem Namen nach relativ hügelig, die Größe des geschützten Areals wird offiziell mit ca. 10.000 Hektar angegeben. Typisch für die Region ist eine Moränenlandschaft, deren Ausgestaltung einige für Holland untypische Hügellandschaften aufweist. Neben bewaldeten Hügeln gibt es Heideflächen, Auenlandschaften und Dünenartige Gebiete (meist durch Flugsand entstanden).

Im Norden bildet nach der Erweiterung die A12 eine Art Grenze, im südlichen Bereich um Amerongen befindet sich ein wichtiges natürliches Überschwemmungsgebiet des Niederrheins. Auf der Höhe von Elst gibt es eine Passage unter der N225 als Verbindung zwischen dem Flutungsareal und dem Nationalpark.

Im Osten ist das Gelderse Vallei, das Gelderse Tal. Teil des Heuvelrug ist das Leersumse Veld, welches über das Ecoduct Rumelaar mit dem Naturschutzgebiet rumelaar verbunden ist. Diese Ecoduct wurde über die A12 bzw. die Bahlinie Utrecht-Arnheim gebaut.

Der südliche Teil des Heuvelrug ist über das Mollebos Ecoduct zwischen Driebergen und Maarn mit dem nördlichen Heuvelrug seit 2012 verbunden. Diese Anbindung wurde im Oktober 2013 offiziell eröffnet und damit wurde das Gebiet zwischen A12 und A28 an den bestehenden Nationalpark angeschlossen dazu gehören Leusderheide, Waldgebiet um Zeist und Austerlitz und die Landgüter Bronia, Noordhout und Den Treek-Henschoten.

Es gibt eine Absichtserklärung, dass der gesamte Heuvelrug zwischen Gooimeer und Grebbeberg irgendwann als großer Nationalpark geschützt werden soll.

Ökologie, Zweck

Die Gründung des Nationalparks Utrechtse Heuvelrug sollte das Gebiet vor den oft schleichenden Gefahren der Urbanisierung und Fragmentierung schützen. Allerdings ist der Status des Nationalparks eingeschränkt - alleine sein Vorhandensein schützt die Landschaft nicht zwangsläufig vor Eingriffen. Man geht in den Niderlanden davon aus, dass ein Park das allgemeine Bewusstsein und die Bedeutung solcher Gebiete auch ohne wesentlich Einschränkungen für die Menschen stärken kann und man durch eine aktive Arbeit in solchen Parks ökologischen Nachteilen entgegenwirken kann.

Ein durchaus interessanter Weg, etwas entfernt von den Regeln z. B. in Deutschland, welche einen Nationalpark doch sehr stark reglementieren. So oder so hat die Einrichtung per se positive Auswirkungen gehabt, die Flora und Fauna konnte gut gedeihen. Typische 'Bewohner' des Heuvelrug sind Reh, Fuchs, Dachs, Marder und einige hundert Vogelarten. Dazu wurde das Heuvelrug 2023 zum Wolfterritorium erklärt, nachdem man feststellte, dass zwei Wölfe im Heuvelrug beheimatet sind.

Man hat diesen Park sozusagen im Sinn des Naturschutzes zu einem großen Zusammenhängenden Gebiet gemacht, welches insbesondere über die künstlichen Übergänge weniger Barrieren aufweist und damit eine größere Artenvielfalt ermöglicht. Es wurde auch so geplant, dass der Heuvelrug ein nutzbares Freizeitgebiet bleibt - wobei man hier die Schwerpunkte im südlichen Bereich setzt. Dort gibt es ein recht breites Angebot an Wanderwegen, Radwegen und Reitwegen sowie ausgewiesene Mountainbike-Trails.

Verwaltung

Der Nationalpark ist rechtlich gesehen eine Partnerschaft von Eigentümern und Eigentumsverwaltern, Kommunalverbänden und diversen Interessengruppen. Als Eigentümer gelten z. B. Staatsbosbeheer, Landschap Utrecht, Verband der Naturdenkmäler, Erholung Zentralniederlande, die Gemeinde Utrechtse Heuvelrug, das Landgut Den Treek-Henschoten, das Verteidigungsministerium, die Gemeinde Rhenen und diverse private Eigentümer. Tatsächlich gelang es in diesem Fall, die in der Regel unterschiedlichen Interessen dieser Eigentümer im Sinn eines Nationalparks unter einen Hut zu bekommen.

Die Verwaltung übernahm zunächst ein Overlegorgann (eine Art Beratungsgremium), daraus wurde ein deegebietscommissie. Dieses Komitee ist eine Vertretung der beteiligten Landbesitzer, Verwaltungen und Interessengruppen. 2007 schuf man auch eine gebruikersplatform, sozusagen eine Nutzerplattform, über welche jeder Vorschläge einreichen kann.

Tourismus

Der Nationalpark ist und war ein großer Erfolg, jährlich kommen mehr als eine Million Menschen. Um diese Menge gut leiten zu können, hat man spezielle Tore bzw. grüne Eingänge eingerichtet. Ebenda gibt es Parkplätze und Infotafeln, viele Routen beginnen dort. Diese Zugänge sind außerdem in der Regel sehr gut an den ÖPNV angebunden. Bekannte solcher zentralen Tore sind z. B. Bahnhof Driebergen-Zeist, Henschotermeer und Kwintelooijen bei Veenendaal. Die grünen Eingänge sind größtenteils am Südrand des Nationalparks.

 

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