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Coffee-Shops in den Niederlanden

Ein Coffee Shop stellt mehr oder weniger eine Spezialität in den Niederlanden dar (wobei es mittlerweile auch in Kanada und der Schweiz Coffee Shops gibt). Sicherlich gehören Coffee Shops für viele Besucher zu den wichtigen Anlaufstellen in den Niederlanden, denn in Coffee Shops dürfen sogenannte weiche Drogen ge- und verkauft werden. Es handelt sich dabei aber weniger um einen legalen Verkauf, als vielmehr um einen geduldeten Verkauf. Dieser wird durch das Gedoogdbeleid - das Duldungsgesetz - mehr oder weniger erlaubt.

Was dabei viele Konsumenten gerne vergessen, ist die Tatsache, dass der Besitz von Drogen jeglicher Art in den Niederlanden deshalb trotzdem verboten ist. Theoretisch sollte und könnte die Polizei jeden, der mit Drogen aus einem Coffee Shop kommt, bestrafen. Dies wird aber in den Niederlanden eher selten praktiziert, man duldet es eben.

Grundsätzlich ist es so, dass jede Gemeinde selbst über die Zulassung solcher Shops entscheiden kann. Daher kommt es auch, dass in vielen Städten und Gemeinden überhaupt keine Coffee-Shops vorhanden sind, weil die zuständigen Politiker das dort nicht wollen. Eine Hochburg ist sicherlich Amsterdam, wo angeblich fast die Hälfte aller niederländischen Shops ansässig sind. Der Betrieb solcher Shops wird jedoch staatlich klar geregelt. So darf es keinerlei Werbung für die Shops geben, auch Werbegeschenke der Betreiber sind tabu. Harte Drogen dürfen weder verkauft noch konsumiert werden. Eine Belästigung durch die Shops für Anwohner und Passanten muss ausgeschlossen werden. Grundsätzlich ist zudem der Verkauf an Jugendliche unter 18 Jahren verboten. Verkauft werden dürfen maximal 5 Gramm an eine Person, ein Shop darf nicht mehr als 500 Gramm im Bestand haben.

Die Shops werden immer wieder von Ordnungshütern kontrolliert und erhalten bei Einhaltung aller Auflagen ein grünes Gütesiegel, welches am Eingang anzubringen ist.

Weil sich in vielen Städten und Orten immer mehr Anwohner und Passanten durch den Betrieb bzw. das Verhalten der Gäste der Coffee-Shops belästigt fühlten, wurden immer mehr Shops aus Städten in deren Außenbezirke verlegt. Sehr beliebt war die Ansiedelung von Shops in grenznahe Gebiete, wodurch der Drogen-Tourismus angekurbelt wurde. Dies wurde nach Protesten aus den betroffenen Ländern (u. a. Belgien, Frankreich und Deutschland) dann aber geändert. Demnach darf kein Coffee-Shop näher als 30 km zur Grenze nach Belgien oder Deutschland neu eröffnet werden.

Grundsätzlich wird der Betrieb der Coffee-Shops und vor allem der Zulauf an anderen Nationalitäten in den Niederlanden sehr kritisch diskutiert. Man überlegt, dem ganzen grundsätzlich einen Riegel vorzuschieben. U. a. wird darüber nachgedacht, Drogen nur noch an Einheimische zu verkaufen. Kritiker wollen gar die komplette Schließung aller Shops, was aber wohl politisch in den Niederlanden nicht mehrheitsfähig ist.

Seit 01.05.2012 nur noch mit Wietpas in den Coffeeshop

Es gab schon längere Zeit immer wieder Diskussionen, viele Leute in den Städten waren mit der Situation rund um die Coffeeshops mehr als unzufrieden. Das fiel bei den konservativen Kräften in der Politik auf überaus fruchtbaren Boden. Nun hat man die ersten Zugangsbeschränkungen durchgesetzt. In den südlichen Provinzen Limburg, Nord Brabant und Zeeland wurden alle Coffeeshops ab Mai 2012 zu geschlossenen Clubs erklärt. Dazu muss man Mitglied werden und einen Wietpas (auf Deutsch Graspass) besitzen. Den Pass bekommt nur, wer vor Ort gemeldet ist. Dieser Wietpas soll in der Form ab Januar 2013 landesweit eingeführt werden. Damit ist es für nicht Ortsansässige praktisch unmöglich, in den Clubs einzukaufen.

 

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