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Interessante Ziele in der Provinz Utrecht: Soest

Soest ist ein Ort und eine Gemeinde in der Provinz Utrecht. Kernorte der Gemeinde sind die Orte Soest, Soesterberg und Soestduinen, im weiteren Sinn auch Soestdijk und Soest-Zuid.

Geschichte und Entwicklung von Soest

Auch bezüglich Soest gibt es Hinweise auf eine äußerst frühe Bevölkerung. Ob es sich um Siedlungen handelt, ist unklar. Spuren weisen darauf hin, dass erste Jäger im Bereich der Soester Dünen um 11.000 v. Chr. aktiv waren, wobei die Funde von Werkzeugen aber auf eine Zeit um 8000 v. Chr. Hinweisen. Spätere Funde im Bereich Staringlaan stammen aus der mittleren Steinzeit. Aus der späten Neolithikum bis in die Eisenzeit stammen einige Grabhügel um Soest (Engh, De Stompert, De Vlasakkers).

Soweit zu möglichen Spuren, die erste urkundliche Erwähnung eines Dorfes soll aus 1028 stammen. Der Ort selbst scheint hier aber ein anderes Jahr vorauszusetzen, man feierte 2004 offiziell die 975-Jahrfeier des Ortes. Demnach müsste das Gründungsjahr 1029 sein. Ist ja am Ende egal.

Aus einer Kolonie wurde eine Art Bauerndorf, ein älterer Weiler im Westen verschwand später jedoch sozusagen unter dem Sand. Auch Soest war (wie z. B Baarn) ein durchaus umkämpfter Ort, es ging bei den Kämpfen um die Interessen der Grafen von Holland und der Bischöfe von Utrecht.

Soest konnte sich u. a. Durch die Gründung des Klosters Mariënburg im Jahr 1470 eine wichtige Rolle sichern, allerdings machten die Truppen Maarten van Rossums den Ort kurze Zeit später (wie Eemnes und Baarn) der Erde gleich. Das Vorgehen muss grausam gewesen sein, es wurde von Vergewaltigungen der Nonnen im Kloster berichtet. Das Kloster wurde praktisch komplett zerstört.

Ähnlich wie in Baarn verlief die Entwicklung nach diesem kriegerischen Akt zunächst langsam, das Dorf Soest blieb im Westentlichen eine Bauernsiedlung. Im 17. Jahrhundert wurde der Torfabbau in der Region intensiviert und die neuen Weiler Zoestdyck und t’hart gegründet. In der Zeit begann auch das Interesse wohlhabender Amsterdamer, in Baarn Sommerresidenzen zu bauen. Dieses Interesse betraf auch das benachbarte Soest bzw. diesen Grenzbereich zwischen Baarn und Soest mit Soestdijk/Zoestdyck. Hier baute um 1650 der damalige Amstedamer Bürgermeister Cornelis de Graeff den Landsitz Hofstede aen Zoestdijck, den späteren Paleis Soestdijk. 1674 ließ Wilhelm III von Oranien Paleis Soestdijk zum Jagdschloss umbauen. Soestdijk wurde zum Wohnort wohlhabender Amsterdamer, Soest blieb ein Bauerndorf. Die Elite investierte in Soestdijk gerne, es wurden Hotels gebaut, 1895 wurde eine Pferderennbahn in Soest gebaut, 1898 wurde Soest an die Bahnlinie angeschlossen.

Nach dem I. Weltkrieg wuchsen Soestdijk und Soest mehr oder weniger zusammen, später wurde vor allem in Soest-Zuid und Soestduinen viel gebaut. In den 1960ern wurde die Struktur des Ortes wesentlich verändert. Man benötigte Wohnfläche, viele Gärten mussten weichen und einige der herrschaftlichen Villen mussten einer neuen Wohnbebauung weichen. Nachdem man in den sozialen Wohnungsbau investierte, verlor Soest insgesamt an Bedeutung für die wohlhabendere Klientel. Das wiederum führt zur Stagnation im Gastgewerbe, praktisch alle größeren Hotels und Pensionen mussten schließen.

Soest wuchs indes weiter an, es wurden neue Wohnbezirke wie Klaarwater, Smitsveen und Overhees gebaut, später folgte Boerenstreek.

Heute ist Soest ein typischer moderner Wohnort, der sich aber einiges vom alten Charme erhalten konnte und zudem mit seiner Lage im Heuvelrug punkten kann.

... und was sonst noch interessant wäre

An der Grenze zu Amersfoort ist beim Schwimbad der Duynparc Soest, unweit Camping und Chaletpark t’Monnickenbosch und Bungalowpark t’Eekhoornnest. In Soest-Zuid ist ein Jugendhostel, das Stayokay Hostel Soest. In Soestdijk gibt es z. B. B&B.

Das Angebot über das gesamte Gemeindegebiet ist in jeder Hinsicht überragend. Dabei würde ich vor allem Soest-Zuid und Soestdijk Hervorheben. In Soest-Zuid gibt es das Winkelcentrum an der Soesterbergstraat u. a. Mit HEMA, Jumbo und jeder Menge kleiner Geschäfte sowie Bäckereien und Restaurants.

Beim Kreisverkehr Van Weedestraat – Burgemeester Grothe, also schon im Bereich Soestdijk, sind ein Action, Albert Heijn, Hema, Xenos sowie Restaurants aller Couleur – von Pizza und Chinesisch bis Steakhouse.

In Soest selbst ist am Bahnhof Soest ein Gartencenter, zwischen Van Weedestraat und Beatrixlaan sind z. B. Ein Expert, Blokker Kaufhaus, Drogerie und eine Buchhandlung. Am Parallelweg ist ein Boni-Supermarkt.

Sehenswert

  • Mühle De Windhond in Soester Engh
  • Oude Kerk/Petrus en Pauluskerk
  • R.K. Petrus en Pauluskerk, Waterstaatskerk
  • Hervormde Emmakerk
  • Soester Dünen, eines der größten Dünengebiet des Heuvelrug
  • Stichting De Paardenkamp, Birkenstaat (eine Art Gnadenhof für alte Pferde)
  • Huize St. Jozef mit Museum Soest

Außerdem gibt es in Soest einige beschermde dorpsgezichten: Ke Kerkebuurt, De Soester Eng, De Birkt, De Paltz, Landgoed Pijnenburg Op Hees, De Grote Melm, Gebiet Kostverloren, Egghermonde/Het Cenakel und einige Rijksmonumente und Oorlogsmonumenten.

Provinz: Utrecht
Einwohner: ca. 48.000
Postleitzahl: 3760 - 3769
Vorwahl: 035 und 033/0346

Durch Soest verläuft die N221, sie mündet westlich in den N234. Von Soestduinen führt die N413 in den Ort.

Soest ist auf der Bahnstrecke Utrecht – Baarn, es gibt Sprinterverbindungen an immerhin drei Bahnhöfen im Gemeindegebeit: Soest, Soest-Zuid und Soestdijk.

Der Busverkehr wird vornehmlich von Syntus Utrecht erledigt. Es gibt die Verbindungen

  • Linie 1 Soesterkwartier – Amersfoort
  • N70 Amersfoort – Soest – Baarn
  • 74 Soestdijk Noord – Soest Zuid
  • 501 Wijkbus Soeseterkwartier
  • 572 Amersfoort Vathorst – Bunschoten Spakenburg – Soest
  • 573 (Buurtbus) Amersfoort Meander – Soest – Eemnes
  • 575 (Buurtbus): Soest Zuid - Soesterberg - Zeist - Driebergen-Rijsenburg

Darüber hinaus gibt es ein Regiotaxi (eine Art Ruftaxi für Eemland-Heuvelrug), Freiwillige betreiben zudem den SWOS Seniorenbus.

 

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