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Amsterdam

Amsterdam ist die Hauptstadt der Niederlande. Es ist die größte und wohl auch bekannteste Stadt der Niederlande. Auch wenn Den Haag der Regierungssitz des Landes ist, so bildet Amsterdam das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Niederlande.

In der Stadt leben knapp über 747.000 Einwohner, im Großraum Amsterdam sind es dagegen schon ca. 2,5 Millionen Menschen. Die Stadt ist sehr sehenswert und wartet mit einigen Besonderheiten auf. Die komplette Stadt ist sozusagen auf Pfählen gebaut. Das klingt unglaublich, ist aber so. Letztlich ist Amsterdam eine Pfahlbausiedlung. Dabei spielen die berühmten Grachten eine sehr wichtige Rolle. Sie regulieren den Wasserstand in der Stadt und man kann mit ihnen auf die Gezeitenänderungen reagieren, denn Amsterdam ist durch den Nordseekanal mit der Nordsee verbunden. Würde der Wasserstand der Grachten unter ein gewisses Maß fallen, so würden die Pfähle trocken fallen und faulen. Würde der Wasserstand zu sehr steigen, dann wären Überschwemmungen die Folge. Eine weitere Schutzmaßnahme gegen Überschwemmungen ist der Damm, der zwischen Amsterdam und Nordsee liegt.

Amsterdam liegt an der Amstel. Dort gibt es auch einen Damm. Diese beiden Dinge gaben der Stadt auch ihren Namen. Wahrscheinlich erhielt die Stadt im Jahr 1306 Stadtrechte, was aber nicht ganz genau belegbar ist. In der Folge entwickelte sich aus einem Fischereiort eine wichtige Handelsstadt, die sich dann der Hanse anschloss und somit noch bedeutender wurde. Als um 1602 die wichtige Vereenigde Oost-Indische Compagnie ins Leben gerufen wurde, war die Stadt Amsterdam, wenn man so will, Mehrheitseigner der Firma. Diese war überaus erfolgreich und verhalf Amsterdam zu einigem Wohlstand. Im 17. Jahrhundert war Amsterdam dann die vielleicht wohlhabendste Stadt in Europa.

Ende des 17. Jahrhundert wandelte sich das Bild der Stadt. Nachdem der Hafen an Wichtigkeit verlor, wurde Amsterdam zu einem der bedeutendsten Finanzplätze in Europa. Im Verlauf des 19. Jahrhundert verlor die Stadt dann vorübergehend an Wichtigkeit. Nachdem aber Ende des 19. Jahrhunderts der Nordseekanal eröffnet wurde, fand Amsterdam wieder zu alter Stärke. Heute ist die Stadt, aufgrund ihrer hervorragenden historischen Rolle, voll mit bemerkenswerten Gebäuden, die den einstigen Wohlstand der Stadt zeigen. Wirtschaftlich erwuchs Amsterdam in Rotterdam eine ernstzunehmende Konkurrenz im eigenen Land.

Dafür steht Amsterdam aber wohl noch immer ganz oben in der Besuchergunst. Die Stadt dürfte eines der beliebtesten Städtereiseziele in Europa sein. Die Besucher wollen dabei in erster Linie das Flair der Stadt mit ihren tollen Gebäuden, den Grachten und Museen erleben. Natürlich machen auch die berühmten Rotlichtbezirke und die einzigartigen Coffee-Shops viel von der Anziehungskraft dieser Metropole aus.

Sehenswürdigkeiten in Amsterdam

Gay Capital of the World - Amsterdam

Amsterdam entwickelte sich anfangs der 2000er zur Hauptstadt der Schwulen und Lesben. Hintergrund waren damals die ersten Eheschließungen eines schwulen und eines lesbischen Paars. Man war darauf durchaus stolz, wieder einmal hatte sich Amsterdam und letztlich auch die Niederlande als äußerst liberal geoutet.

Mittlerweile hat aber das Bild der unerbittliche liberalen Niederlanden doch etliche Kratzer und Schrammen abbekommen. Die politischen Verhältnisse in den Niederlanden haben sich in den letzten Jahren entscheidend verändert. Im Land regieren sozusagen konservative bis rechtskonservative Kräfte. Den Menschen wurde es irgendwie zu bunt mit der "alles geht" Mentalität in den Niederlanden. Das wirkte sich aus. Die Gesetzgebung ist längst nicht mehr so liberal wie früher. Der Zugang zu Coffee-Shops wurde zumindest für Ausländer erheblich beschränkt, der Zuzug von Ausländern wird heute sehr streng gehandelt. Auch in Amsterdam spürte man den harten Kurs der Regierung. Besonders Homosexuelle bekamen das oft zu spüren. Pöbeleien und Angriffe gegen Homosexuelle waren leider nicht selten.

In Amsterdam hält man dennoch am grundsätzlichen Konzept fest und ist stolz auf den zehnten Jahrestag der ersten Schwulenehen. Man hat den Schutz für alle verbessert. Speziell Nachtschwärmer werden heute durch den Einsatz ziviler Streifenpolizisten viel besser geschützt. Dadurch kommt es auch zu weniger Übergriffen auf Homosexuelle.

Mit reiner Nächstenliebe hat das aber nicht nur zu tun. Vielmehr gibt die Stadt zu bedenken, dass Schwule letztlich ein wichtige und zahlungskräftige Klientel sind. Sie geben, so wollen es Statistiken wissen, ein Drittel mehr aus als Heterosexuelle.

Und nach wie vor werden Schwule in Amsterdam äußerst gut bedient. Es gibt unzählige Schwulenbars und diverse Clubs und Hotels speziell für Schwule. In der Spuistraat 44 gibt es sogar ein Gay Tourist Information Centre. Höhepunkte im Jahresverlauf sind sicherlich die Gay Pride im August und das Filmfestival Roze Film Dagen - Pink Film Days im März.

 

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